15 Jahre Modulo in Deutschland: vom Speed-Date zum Wachstumsmarkt

Vor fünfzehn Jahren wagte Modulo Wertstoffhöfe den Schritt auf den deutschen Markt. Was mit einer inspirierenden Begegnung begann, entwickelte sich zu einer soliden Position in einem Land, das fünfmal so viele Einwohner hat wie die Niederlande. 

Ein Rückblick auf die wichtigsten Momente, Erkenntnisse und Ambitionen.

Gründer Ron van Ommeren erinnert sich daran, als wäre es gestern gewesen. Nach dem erfolgreichen Start von Modulo in den Niederlanden besucht Ron eine Business-Speed-Dating-Veranstaltung in Den Haag (NL). „Ich kam mit Vertretern von Botschaften und den Dutch Business Support Organisations (NBSO) ins Gespräch. Und so entstand die Idee, nach Deutschland zu expandieren”, erzählt Ron. „Die Größe des Landes, die Wirtschaftskraft und das spürbare Interesse deutscher Parteien an unserem Modulbausystem bestärkten uns in dieser Entscheidung.”

Von linear zu zirkulär

Ron sah damals bereits eine deutliche Verschiebung auf dem Markt: „Der Übergang von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft ist unumkehrbar. Rohstoffknappheit macht Recycling und Wiederverwertung erforderlich. So wie im Wohnungsbau altersgerechtes Wohnen immer wichtiger wird, erfordert die Einrichtung von Wertstoffhöfen und Kreislaufwirtschaftszentren Flexibilität und Zukunftssicherheit. Man könnte sagen, dass die Welt des Abfalls ständig in Bewegung ist. Und Modulo bewegt sich mit.“ Bald darauf wurde eine deutsche GmbH gegründet. Und das erste Projekt in Hamburg startete. „Deutschland ist größer – im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Das bedeutet mehr regionale Unterschiede, mehr Entscheidungsträger und eine größere Herausforderung, zuverlässige Partner zu finden. Modulo entscheidet sich daher bewusst für die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Parteien”, so Ron.

Ron hat sich kürzlich innerhalb von Modulo etwas zurückgezogen. „Nach 52 Jahren arbeiten ist es Zeit, etwas kürzer zu treten.” Das Tagesgeschäft liegt nun in den Händen von Renate van Ommeren, Doke van Niekerk und Jacob van Rijswijk. Ron bleibt der Firma weiterhin eng verbunden, unter anderem durch seine Anwesenheit auf der IFAT 2026.

Zukunftsorientiert und flexibel

Fünfzehn Jahre Deutschland brachten wichtige Erkenntnisse. „Wir sehen, dass sich immer häufiger für modulare Bauweise entschieden wird. Erneuerung erfordert Flexibilität: Umplatzieren, Wiederverwenden und Anpassen an veränderte Umstände. Das ist nicht nur in der praktischen Umsetzung von Vorteil, sondern auch unter Kostengesichtspunkten“, erzählt Ron. Modulo reagiert auf diese Entwicklung mit dem Angebot einer Rücknahmegarantie. Kommunen, die einen neuen Wertstoffhof oder ein neues Kreislaufwirtschaftszentrum realisieren, erhalten bei einer Umgestaltung Geld für die Betonelemente zurück. Gleichzeitig mit der Rücknahmegarantie startete Modulo den Re-Use-Pool für zurückgenommene Elemente, die auf anderen Wertstoffhöfe eins zu eins wiederverwendet werden können.

Beschleunigung durch Bündelung von Kräften

Ron sieht Chancen, wenn es darum geht, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. „Während des 5. Tags der Abfallwirtschaft beim Bayerischen Landkreistag habe ich über eine übergreifende Kooperation für die 1.500 Wertstoffhöfe in Bayern gesprochen. Die Synergieeffekte, die man damit erzielen kann, sind beispiellos. Wenn man den Bau vereinheitlichen und modular gestalten kann, hat dies enorme Auswirkungen auf die Zukunft. Durch eine solche Kräftebündelung kann man günstiger einkaufen, Elemente austauschen und wiederverwenden und die CO2-Emissionen senken.“

Nach fünfzehn Jahren in Deutschland fällt das Fazit deutlich aus: Durch Zuverlässigkeit, ganzheitliche Lösungen und eine starke lokale Zusammenarbeit wurde eine solide Grundlage für weiteres Wachstum in einem Markt voller Chancen geschaffen.

Dürfen wir auch Sie unterstützen auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaftstransformation? Kontaktieren Sie uns gerne!

Tel. +49 (0) 2102 / 420 840
E-mail info@modulo-wertstoffhoefe.de

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