Was ist ein optimaler Standort für Problemstoff Lagerung (PSL) auf einem Wertstoffhof?

Dies ist eine der Fragen, die der Technischer Leiter Herr van Niekerk von Modulo Wertstoffhöfe regelmäßig beantwortet. "Das wird von mehreren Faktoren bestimmt", lautet seine Antwort. In diesem Artikel beantwortet er die drei am häufigsten gestellten Fragen zu PSL, wie z. B. die Kriterien für einen Entwurf und wie ein PSL in Zukunft aussehen soll.

Was sind die Kriterien für die Gestaltung des Depots Problemstoff / Schadstoffannahme in einem Wertstoffhof?
"Sie hängen unter anderem von der Größe der PSL, der Anzahl der gesammelten Fraktionen, der maximal zulässigen Lagerung pro Art von gefährlichem Abfall gemäß der Genehmigung, den verfügbaren Mitarbeitern für die Umwelt und der Anzahl der Transporte zusammen. Wichtig ist auch die Lage in Bezug auf den Wertstoffhof: Steht die PSL alleine oder ist sie in dem Podest oder den Wertstoffhof integriert? Darüber hinaus geht es um die Erreichbarkeit des Wertstoffhofes sowohl für Besucher als auch für Transporte. Weiter kann die Höhe des Podestes eine Rolle spielen. Beispielsweise ist bei einer erhöhten Plattform von 2 Metern 60 mit darunterliegendem Lagerraum ein Aufzug erforderlich, jedoch nicht bei einem Podest von 1 Meter 20 oder 1 Meter 50. Die Wahl des Türentyps sollte auch berücksichtigt werden, insbesondere in Kombination der Größe und Oberfläche der Räume. Mit Schiebetüren sind Materialien leichter zugänglich und es gibt mehr Bewegungsspielraum, was das Arbeiten erleichtert. Die Anzahl der Mitarbeiter und ihre Aufgaben sind auch bei der Wahl des Standortes der PSL von Bedeutung. Arbeiten sie nur bei der PSL oder machen sie auch andere Arbeiten? Wenn die Annahme Teil des Podestes ist, kann der Mitarbeiter in ruhigen Momenten auch andere Arbeiten ausführen, da sich die PSL in seinem Sichtfeld befindet. "

Was sind die möglichen Standorte der Lagerung von Problemstoff / Schadstoffannahme?
"Es gibt vier mögliche Standorte in dem Wertstoffhof, an denen die PSL platziert werden kann. Das erste ist das sogenannte Stand Alone, eine PSL, die für sich steht und nicht Teil des Podestes ist. Hierbei muss ein Besucher zusätzliche Stopps einlegen: Zuerst entlang der PSL, um den kleinen chemischen Abfall zurückzugeben, und dann zum Podest für den verbleibenden sperrigen Hausmüll. Eine solche Anlieferung ist nicht effizient, da mehr Platz und mehr Mitarbeiter benötigt werden.
Die zweite Option ist ein PSL-Depot auf dem Podest mit Theke und Lagereinrichtung. Im Vergleich zu einer eigenständigen PSL hat dies mehrere Vorteile, z. B. die Möglichkeit, kompakter zu konstruieren und zu bauen, was bedeutet, dass weniger Platz erforderlich ist. Da die Mitarbeiter der PSL auch andere Arbeiten ausführen können, werden weniger Personen auf dem Wertstoffhof benötigt. Eine dritte Möglichkeit ist die Theke auf dem Podest mit Lagerung unter dem Podest einzurichten (wie in Herne, siehe Bild unten). Kommunen entscheiden sich dafür, wenn die Doppelnutzung des Podestes wichtig ist. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise kein separates PSL-Gebäude als Anhang benötigt wird. Die vierte Option ist ein in dem Podest integrierte Theke und Lagerung (wie in Hamburg, siehe Bild unten). Auch hier wird der zur Verfügung stehendes Podest zweimal genutzt und somit noch effektiver. Sowohl die Theke als auch die PSL (Lagerung) befinden sich unter dem Podest. Infolgedessen ist mehr Platz auf dem Podest, während gleichzeitig ein kleinerer Wertstoffhof realisiert werden kann." 

Wie sieht ein PSL der Zukunft aus?
"Wir gehen von einem großen zentralen Rekrutierungsschalter aus, der unter dem Podest von einem oder zwei Mitarbeitern besetzt ist. Dort liefern die Besucher nicht nur Abfälle für die PSL ab, sondern auch E-Schrott, Second Hand und andere Materialien, die wiederverwendet werden können. Hierzu gehören auch kleinere, wertvolle, separate Fraktionen wie Laptops und Smartphones. Es gibt einen zentralen Punkt im Wertstoffhof, an dem die Mitarbeiter die Besucher unterstützen und ihre Fragen beantworten können. Ein solcher PSL hat einen wichtigen Vorteil. Mit Hilfe der anwesenden Mitarbeiter werden Abfälle weniger verschmutzt. Infolgedessen können mehr kleinere und sauberere Fraktionen gesammelt werden.

Für die Zukunft sehe ich einen anderen Trend. Die Kommunen wollen auf zukunftstaugliche Veränderungen reagieren können und erwarten daher mehr Flexibilität bei den Wertstoffhöfen. Zum Beispiel wollen sie expandieren können. Aus diesem Grund wird dies bereits im Konzepts- Beratungs- und Planungsprozess berücksichtigt. "

  

Bild dritte Option: Theke auf dem Podest mit Lagerung unter dem Podest (wie in Herne)         

 Bild vierte Option: in dem Podest integrierte Theke und Lagerung (wie in Hamburg)    

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